Dienstag, 6. Juli 2010

Buchempfehlung


Little Brother ist ein Science Fiktion Roman von Cory Doctorow.
In dem er an dem fiktiven Beispiel San Franciscos, den modernen Überwachungsstaat aus Sicht eines Schülers beschreibt, was er für Konsequenzen hat, aber auch wie man sich gegen ihn wehren kann.

Wie alle von Doctorows Büchern steht auch dieses Buch unter einer Creative Common Lizenz
und kann kostenlos heruntergeladen und weiterverteilt werden.
Natürlich kann man es auch kaufen, allerdings bisher nur die englische Version!

Hier das Buch als PDF-Datei: Little Brother.pdf
Und ein Fan-Hörbuch: Little Brother Hörbuch (german)

Das Buch bzw. Hörbuch ist wirklich sehr zu empfehlen und bringt vielleicht den ein oder anderen zum Aufwachen :D

Montag, 8. März 2010

Polizeigewalt beim G8-Gipfel in Kopenhagen

Dies ist ein sehr aussagekräftiges Video zum Thema Polizeigewalt.
Entstanden im August 2009 (G8-Gipfel) .



Mittwoch, 3. März 2010

Bart. Gläubig. Anschlag




Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden in diesem Jahr vom 15. bis zum 28. März in ganz Deutschland statt. Zahlreiche Organisationen und Einrichtungen engagieren sich in dieser Zeit für Verständnis und Toleranz unter den Menschen, ganz gleich welcher Herkunft.

Informationen zum Internationalen Tag und zu den
Internationalen Wochen gegen Rassismus.
Der UN-Gedenktag
21. März 1960 – Das Massaker von Sharpeville

Sharpeville, Südafrika: Am Vormittag des 21. März 1960 finden sich an verschiedenen Orten der kleinen Stadt 50 km südlich von Johannesburg rund 20.000 Menschen zusammen. Sie folgen einem Aufruf des Pan African Congress (PAC), der eine fünftägige gewaltfreie und friedliche Protestaktion angekündigt hatte.

Die Menschen demonstrieren gegen die Passgesetze des Apartheid-Regimes. Diese Gesetze sahen die scharfe Trennung von Wohn- und Geschäftsbezirken für Weiße, Schwarze und Inder vor. Drei bis vier Millionen Afrikaner wurden zwangsumgesiedelt, weil sie in den für die Weißen vorgesehenen Gebieten lebten. So wurde versucht, Menschen auf Dauer voneinander zu trennen. Die Schwarzen lebten in weit von den weißen Vierteln entfernten “Townships”. Doch ohne die schwarzen Arbeitskräfte wäre die Wirtschaft des weißen Südafrikas schnell zusammengebrochen. Passgesetze regelten das “Aufenthaltsrecht” der schwarzen Südafrikaner, die Anzahl der Schwarzen in den Städten sollte so auf ein Minimum beschränkt werden, ihre Arbeitskraft aber weiter zur Verfügung stehen.

Die Demonstrierenden setzen sich in Richtung Polizeitstation im Sharpeviller Zentrum in Bewegung. Die Polizei hält die friedlich demonstrierende Menge mit niedrig fliegenden Flugzeugen und Tränengas in Schach. Um kurz nach 13 Uhr eskaliert dann schließlich die Situation: Angeblich als Reaktion auf Steinwerfer schießt die Polizei in die Menge. Die Menschen fliehen in Panik, die Polizei schießt weiter. 69 Menschen werden getötet, darunter acht Frauen und zehn Kinder. Viele – die Angaben variieren von 180 bis über 300 Personen – werden verletzt, teilweise schwer.

- Der UN-Gedenktag -

Als Gedenktag an das Massaker von Sharpeville wurde sechs Jahre später, 1966, der 21. März von den Vereinten Nationen zum “Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung” ausgerufen. 1979 wurde dieser Gedenktag durch die Einladung der Vereinten Nationen an ihre Mitgliedstaaten ergänzt, eine alljährliche Aktionswoche der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus zu organisieren. 1996 wird schließlich von Nelson Mandela in Sharpeville die neue demokratische Verfassung Südafrikas in Gang gesetzt. Der 21. März wird seither in Südafrika als South Afrikan Human Rights Day, als “Südafrikanischer Tag der Menschenrechte” begangen.

- Bart Gläubig Anschlag -

An die sechzig bundesweit agierenden Organisationen und Einrichtungen veranstalten vom 15. bis zum 28. März Diskussionen, Feste, Begegnungen und Sportveranstaltungen - die Möglichkeiten des Zusammenkommens und Sich-Kennenlernens sind so vielfältig wie ihre Initiatoren.

Dass diese Wochen notwendig sind, zeigt eine im vergangenen Jahr durchgeführte Umfrage des Emnid-Instituts. Mit 51 Prozent gab rund die die Hälfte der Deutschen an, dass ein Großteil der arabischen und türkischen Einwanderer ihrer Einschätzung nach „weder integrationswillig noch integrationsfähig“ sind. Ein Slogan auf Plakaten und Postkarten, die auf die Interkulturellen Wochen aufmerksam machen, lautet daher auch „Bart Gläubig Anschlag“. Die Provokation soll zum Nachdenken anregen über Klischees und Einstellungen, die oft unhinterfragt übernommen werden.

Mehr Infos und alle Veranstaltungen: http://www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de/

Dienstag, 23. Februar 2010

Gedanken...

Die Menschheit hatte schon immer den Drang nach Fortschritt und Weiterentwicklung, sie wollte stets alles perfektionieren und es es so effizient wie möglich machen.
Doch dieser Fortschritt ist es, der unser Schicksal letzendlich besiegelt.
Viele Dinge erleichtern zwar das Leben, aber sind nicht zwingend notwendig.
Man müsste das perfekte Gleichgewicht finden, zwischen Dingen die unverzichtbar sind und Dingen auf die man ruhig verzichten könnte, auch wenn sie dazu führen würden das unser Leben nicht mehr so modern ist und wir vieles wieder neu erlernen müssten.
Interessant wäre es auch wenn man sich vorstellen würde an einem bestimmten Zeitpunkt der Geschichte stehenzubleiben und sich nicht mehr weiterzuentwickeln, wie komisch und primitiv das auch klingt.
Man müsste die Vorteile von unserer heutigen Lebensweise mit denen von damals vereinen und versuchen die Nachteile so klein wie möglich zu halten.
Was wäre wenn es kein Geld geben würde, wenn alles auf Bedarf aufbaut und nicht auf das Kapital?
,wenn es keine Klassen gäben würde, keinen Konkurrenzkampf, keine Unterdrückung ?

Doch das sind alles nur Bruchstücke von nichtzuende gedachten Gedanken, die mir so durch den Kopf sausen :)

Samstag, 20. Februar 2010

Naziaufmarsch in Lübeck verhindern !

27.3.2010: Wie in Dresden - Jetzt die Nazis in Lübeck stoppen!

Sie werden keinen Meter gehen!

Ausgehend von der Naziroute des letzten Jahres soll es 2010 insgesamt vier Blockadepunkte geben, die von vornherein offen beworben werden und die gesamte Strecke effektiv blockieren. Dazu gehört auch dieses Jahr die große Kundgebung des Bündnisses "Wir können sie stoppen" auf dem Bahnhofsvorplatz und ein zweiter Punkt am hinterausgang des Bahnhofs bei der St.-Lorenz-Kirche. Zusätzlich sollen insbesondere organisierte Gruppen von auswärts direkt einen der beiden weiteren Punkte (Ziegelteller und Kreuzung Hansestraße/Meierstraße) besetzen, um der Polizei zu signalisieren, dass ein Nazimarsch durch den Stadtteil dieses Jahr nicht durchsetzbar sein wird.

Die Stimmung in Lübeck ist gut und dieses Jahr so offen für Aktionen des Zivilen Ungehorsams wie selten. Ausdruck davon ist u.a. die Lübecker Erklärung, in der zahlreiche Menschen aus unterschiedlichsten Initiativen, Verbänden und Parteien erklären: "Wir sind entschlossen, den Aufmarsch der Nazis zu verhindern. Wir sind solidarisch mit allen, die dieses Ziel mit uns teilen.Wir wollen das in gemeinsamen und gewaltfreien Aktionen erreichen. Wir werden den Nazis mit Blockaden zeigen, dass wir sie weder in Lübeck noch anderswo dulden."

Infoveranstaltungen zu den Aktionen in Lübeck sind in zahlreichen Orten in Schleswig-Holstein und Norddeutschland geplant ( Termine folgen in Kürze) .



Vorbildliche Erledigung

Wer politische Fragen
militärisch beantwortet
und Beziehungsprobleme
zwischen den Staaten
mit Kriegen löst

Der soll sich nicht wundern
wenn Schüler ihre Schulprobleme
vorbildlich
erledigen.

Von Hartmut Barth-Engelbart, 2005 geschrieben kurz vor dem Bush-Besuch nach Ahrensburg, Erfurt, Freising und Columbine

Mittwoch, 17. Februar 2010

Festung Europa





Am Beispiel der Bundes Republik Deutschland kann man sehr gut sehen zu was Europa geworden ist, zu einer Festung, die sich durch das Schengener Abkommen* weitgehend gegen Flüchtlinge abgeschottet hat.
Wer als Flüchtling in Deutschland einen Asylantrag stellen will, muss ersteinmal einige Hürden überwinden.
Die erste besteht darin überhaupt eine deutsche Grenze zu erreichen ohne vorher ein sogenanntes "sicheres Drittland" zu betreten.
Denn in diesem Fall würde man den Anspruch auf Asyl umgehend undohne weitere Prüfung verlieren!.
Zu "sicheren Drittländern" wurden alle Staaten erklärt die mit Deutschland gemeinsame Grenzen haben, was bedeutet das Flüchtlinge per Schiff oder Flugzeug direkt einreisen müssen, um überhaupt einen Asylantrag stellen zu können.
Zusätzlich wurde für die Länder, aus den laut des Schengener Abkommens, die meisten Flüchtlinge in die BRD kamen, wie z.B. Irak, Iran, Libanon, Philippinen, die GUS-Staaten*, sämtliche afrikanische Staaten eine Visumspflicht* eingeführt, soweit sie nicht schon vorher bestand.
So verhindert meist schon das zuständige Konsulat im Heimatland, dass Flüchtlinge überhaupt ein Schiff oder Flugzeug betreten können.
Desweiteren wurde es durch das sogenannte "Flugzeugverfahren" möglich, die Flüchtlinge schon am Flughafen abzufangen und so lange festzuhalten bis ihr Asylantrag geprüft ist.
Wird der Antrag innerhalb weniger Tage, dann als "offensichtlich unbegründet" eingestuft, wird man sofort wieder abgeschoben ohne das man das Gelände verlassen hat.

Trotz dieses ausgefeilten Filtersystems schafft es der ein oder andere in die BRD zu kommen, doch dann beginnen eigentlich erst die wirklichen Schwierigkeiten.
Denn zunächst muss der Antragssteller Gründe erläutern warum er nicht in sein Heimatland zurückkehren kann.
Danach wird er zu einer persönlichen Anhörung eingeladen, wo er dann verschiedene Details zum Thema Lebenslauf, Bedrohungen den er ausgesetzt war usw. deutlich machen muss.
Das Problem daran ist das der Asylsuchende den Behörden glaubhaft machen müssen, dass seine Angaben der Wahrheit entsprechen und wie soll er das ohne schriftliche Beweise wie z.B. Dokumente oder Zeitungsartikel , die es aufgrund der Pressezensur im Heimatland nämlich häufig nicht gibt.
Oft ist es auch so, das Folterspuren vermieden werden.
Und bei der Flucht Papiere bei sich zu tragen, oder geschweige denn auf Schleichwege zu verzichten, wäre viel zu riskant.
Denn einmal in den Händen der Polizei, könnte dass das Todesurteil in irgendeinem Foltergefängnis bedeuten.
Besorgnisseregend ist es auch das Flüchtlinge aus Ländern die als sicher eingestuft werden, von vornherein keine wirklichen Chancen auf einen Asylantrag haben.
Diese Länder sind unteranderem alle Staaten der Europäischen Union sowie Ghana und Senegal.

Also: No border no nation, stop deportation

*Schengener Abkommen
http://de.wikipedia.org/wiki/Schengener_Abkommen
*GUS-Staaten
http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_Unabh%C3%A4ngiger_Staaten
*Visumspflicht

http://de.wikipedia.org/wiki/Visum